Zwei Monate sind inzwischen vergangen, seit General Mohamed Nagib am 23. Juli seinen Staatsstreich durchführte, der den Beginn einer umwälzenden Revolution einleitete. Noch ist es zu früh, um sich ein Urteil darüber zu bilden, wohin die Reise geht, aber es zeichnen sich immerhin schon gewisse Tendenzen ab. Zunächst steht fest, daß die neuen Männer, die mit Tatkraft und dem Willen zur Sauberkeit ans Werk gingen, im In- und Ausland mehr Kredit und Vertrauen genießen, als dies bei einem Umsturz im allgemeinen der Fall ist. Das gilt auch, nachdem Ali Maher, der als verantwortungsbewußter und erfahrener Politiker bemüht war, überstürzte Maßnahmen zu verhindern, ausgeschieden ist, und das neue Kabinett einen definitiv radikaleren Charakter angenommen hat.