Das Thema "Olympische Spiele" bewegt die Gemüter noch immer. In allen Ländern zieht man die Bilanz von Helsinki und schmiedet bereits Pläne für Melbourne, das in vier Jahren die Jugend der Welt zu friedlichem Wettstreit in seinen Mauern vereinen soll. Dazu gehört natürlich eine gehörige Portion Optimismus. Denn wer von uns kann in diesen unruhigen Zeiten auch nur ein Programm für das nächste Jahr aufstellen? Es mehren sich auch die Stimmen, die eine erhebliche Kürzung des olympischen Programms wünschen; andere schlagen eine bessere Mischung der einzelnen Wettbewerbe vor, damit die Kämpfe der letzten Tage nicht wiederum so stark gegen die einleitenden Wettbewerbe der Leichtathletik abfallen. Wieder andere vertreten schließlich noch mit Nachdruck die Meinung, die Spiele müßten in Zukunft allen Sportlern, Amateuren wie Profis, geöffnet sein. So viele Kritiken, so viele Meinungen – doch in einem sind sie sich alle einig, daß das olympische Erlebnis uns erhalten bleiben muß. Man streitet sich nur um Form und Inhalt.