Von Martin Rabe

In Amsterdam, im Rijksmuseum, ist bis zum 5. Oktober eine Ausstellung zu sehen, die den Titel trägt Drei Jahrhunderte niederländische Bildnismalerei. Sie ist ursprünglich gedacht als eine Art Festgabe für den XVII. Internationalen Kunsthistorischen Kongreß, und dieses Vorhaben hat auch ihre Zusammenstellung beeinflußt. Man wollte die niederländischen Galerien, soweit es ging, in ihrem Bestand intakt lassen, damit die Gäste aus dem Ausland ungehindert in ihnen ihre Studien treiben könnten. Infolgedessen hat man sich bemüht, vor allem Bilder aus Privatbesitz zusammenzubringen und aus ausländischen Provinzmuseen. Das Ergebnis ist vorzüglich. Vieles, was sonst kaum zugänglich ist, kann man hier studieren. Und wem in der Entwicklungsreihe des niederländischen Porträts das eine oder andere, Beispiel fehlen sollte, der braucht nur wenige Treppen hinaufzusteigen, um es im Rijksmuseum zu finden.