In der vergangenen Woche tendierten die Lebensmittel- und Rohstoffmärkte der Welt unter dem Druck der großen Ernten in Getreide, Ölsaaten, Zucker, Kautschuk usw. im ganzen, wieder etwas schwächer. In den Preisen zurückgegangen sind vor allem verschiedene Getreidesorten, wobei Mais einen besonders starken Preiseinbruch, von 177,50 cts je bushel am 10. dieses Monats auf 169,50 cts am 19. aufzuweisen hatte. Auf den meisten Märkten wurden nur Bedarfskäufe vorgenommen, weil der Ernteüberfluß zur Vorsicht mahnt. Eine Ausnahme in der Preisbewegung machte nur die Gruppe der Textilrohstoffe, von denen Wolle, Jute und Sisal kräftig im Preise angezogen haben, während die Notierungen für Baumwolle in New York und São Paulo leicht nachgaben, Karnak in Alexandrien dagegen eine geringe Erhöhung aufzuweisen hatte. Die Preissteigerungen auf diesem Gebiet sind auf die von allen Seiten gemeldeten teils wirklichen, teils scheinbaren Besserungserscheinungen im Textilgeschäft zurückzuführen. Man spricht in den USA, in England und am meisten in Deutschland von einer Belebung der Nachfrage im Klein- und Großhandel, von einem Rückgang der großen Lagervorräte in allen Stufen sowie von zunehmenden Ordereingängen in den Fabriken. Die auf den Wollauktionen der vorigen Woche in London und Australien angebotenen Rohwollen haben willige Käufer zu guten Preisen gefunden, wenn auch die Crossbreds fast überall gegenüber den in den Juliauktionen erzielten Sätzen nachgaben. Die Notierungen für Schweißwolle an der New Yorker Börse sind unter dem Eindruck dieser Auktionsergebnisse von 142 auf 147 cts je lb gestiegen und nähern sich damit erneut dem letzten Vorkoreastand von 153,50 cts.