Horst Lange: Ein Schwert zwischen uns. Roman. (Scherz und Goverts Verlag, Stuttgart–Hamburg, 224 S., Leinen 9,80 DM.)

Horst Lange hat seinem ersten Roman seit 1940 eine ungewöhnliche Bemerkung vorangeschickt: "Die Personen", sagt er, "stellen weder photographische noch sonst welche Porträts dar." Der Leser wird also von vornherein darauf hingewiesen, daß er nicht nur keine Reportage, sondern nicht einmal einen Roman im üblichen Sinne zu erwarten hat, nämlich eine Handlung, in der er mitlebt, weil die Menschen, die sie tragen, ihm als lebendige Wesen vor Augen gestellt werden. Er muß sich gefaßt machen auf eine sehr besondere Art von Allegorie, die aber nicht im Zeitlosen spielt, sondern, wie der Dichter weiter sagt, "den Erfahrungen entstammt, die ich während gewisser Perioden der Nachkriegszeit habe machen müssen".