Illusionäre Nazi-Juwelen

Um den angeblichen Juwelenschatz des ehemaligen Gauleiters von Tirol, Hofer, hat in Innsbruck ein großer Betrugsprozeß stattgefunden. Der Tiroler Kaufmann Heinz Reinalter hatte dem Meraner Großindustriellen Alois Hajeck 1946 angedeutet, er werde von den französischen Besatzungsbehörden verfolgt, weil er wisse, wo der Schatz des Gauleiters Hofer vergraben liege. Die "Verwahrer" des großen Gold- und Juwelenschatzes würden sich mit 20 Millionen Lire begnügen. Der Großindustrielle fiel darauf herein und schickte tatsächlich einen Freund mit 36 000 Schweizer Franken, 7000 Dollar und 5 Millionen Lire zur Befriedigung dieser Ansprüche und zur Empfangnahme des Schatzes an den vorgesehenen Treffpunkt zu Reinalter. Dort überraschte die beiden ein als Polizist verkleideter Kumpan des Betrügers. Der Vertrauensmann des Großindustriellen floh und warf die Aktentasche mit den Banknoten in ein Gebüsch. Erst viel später hörte der Betrogene von den Streitigkeiten der beiden Betrüger über die Verteilung der Beute und erstattete Anzeige. Reinalter wurde zu acht Jahren schweren Kerkers verurteilt.