Der Bundeskanzler habe in seinen Verträgen mit dem Westen schlecht verhandelt und viele Möglichkeiten verscherzt, den deutschen Standpunkt in den Verhandlungen zu wahren und den deutschen Einfluß in einer europäischen Föderation zu stärken. Dies ist die These der deutschen Sozialdemokratie. Als aber jetzt in Straßburg der Vorsitzende der parlamentarischen Versammlung der Montan-Union gewählt werden sollte, da stimmten die deutschen Sozialdemokraten nicht für den deutschen Kandidaten, den Fraktionsvorsitzenden der CDU von Brentano, sondern für den belgischen Sozialisten Spaak. Sie seien nun einmal nicht für Klein-Europa und die Montan-Union. Weshalb aber sind sie dann überhaupt zur Wahl gegangen und – weshalb sprachen sie vorher soviel von der Notwendigkeit, den deutschen Einfluß zu stärken.