Als Friedrich Wilhelm IV., der Romantiker auf dem preußischen Königsthron, 1853 den Grundstein zum Wiederaufbau der Burg Hohenzollern legen ließ, standen höchster Aufstieg und tiefster Fall seines Geschlechts noch in den Sternen geschrieben. Heute, ein Jahrhundert später, ist es die Bestimmung der gleichen Burg, zum Refugium zu werden für das, was die Größe der Dynastie ausgemacht und ihre geschichtliche Leistung, den preußischen Staat, geschaffen hat.

Vor Jahresfrist wurde hier der letzte Erbe der deutschen Kaiserkrone beigesetzt. Es entstand dann ein Museum, das gerettete Reliquien der preußischen Geschichte birgt: die Königskrone, die Tabatieren Friedrichs des Großen, seine Degen und Krückstöcke, seinen Interimsrock mit dem Stern vom Schwarzen Adler, die Toilettengarnitur der Königin Luise, das Taufgeschirr Wilhelms I. Nun sind nach langer Irrfahrt die Särge mit den Gebeinen Friedrich Wilhelms I. und Friedrichs des Großen in der evangelischen Schloßkapelle der Burg beigesetzt worden.