Das melodische "Ciudad de Mexiko" beschwört den erregenden Zauber des geheimnisvoll Fremden, eine Fülle historischer Reminiszenzen an Azteken und Cortez, Maximilian von Österreich, Revoluzzer und zahllose Bürgerkriege, Leidenschaft, Lebensfreude. Das nüchterne "Mexiko City" hingegen, in der ersten Septemberhälfte Arena für hitzige Wortgefechte auf den Jahresversammlungen der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IFM), erregt ein gewisses Unbehagen ob der beängstigenden Schatten, welche die Reden der Delegierten von Rang und Namen warfen. Die Gegenwart ist nicht romantisch, die Wahrheit nicht charmant. Sie kleidet sich in illusionslose Begriffe: Devisenschwierigkeiten, Dollarlücke, Zahlungsbilanzprobleme, Quoten, Verbote, Importbeschränkungen, Schutzzölle, Aufrüstung, Inflationsgefahren.