Das Gesundheitsministerium der Sowjetzone hat angefragt, ob die Entsendung von 10 000 Ärzten aus der Bundesrepublik möglich sei. Was mag das kommunistische Ministerium, dem das Wohl seiner Schützlinge im allgemeinen nicht viel Kopfzerbrechen verursacht, bewogen haben, sich von den "imperialistischen Kapitalistenknechten" Ärzte ausborgen zu wollen? Und dies zu einer Zeit, da westdeutsche Bürger entführt, der Verkehr von Berlin nach den Westzonen immer mehr behindert und die Sowjetzone systematisch und hermetisch vom Westen abgeschlossen wird?