Es war ein wesentlicher Fehler der Vergangenheit, daß die Verantwortung zunehmend in der Spitze der einzelnen Unternehmungen zusammengedrängt wurde. Der Kohlenbergbau hat, als er nach dem Zusammenbruch Ende 1947 wieder eine erste Organisationsform erhielt, sich bereits auf einer umfangreichen Tagung im Jahre 1948 in grundlegenden Referaten mit der Stellung des Menschen im modernen großtechnischen Betrieb befaßt. Unter dem Titel "Bergbau und soziale Verantwortung" erschien eine Broschüre, die von der bergbaulichen Spitzenorganisation herausgegeben wurde. Darin erfolgten u. a. die folgenden Feststellungen: "Wir müssen die Gefahr der Vermassung und den nackten Materialismus ebenso überwinden, wie den Geist der fatalistischen Weltbetrachtung. Wir wollen nicht, daß der Bergmann verproletarisiert; er soll sich als freier Mensch fühlen, dessen Bewußtsein als Persönlichkeit und Stand schnellstens wiederherzustellen ist. Gleichzeitig muß eine Atmosphäre der Vertrauens in den Betrieben entwickelt werden."