K. W. Berlin

Das SED-Regime in der Sowjetzone ist informationsfeindlich. Nachrichten über Unfälle, Explosionen, Brände, Eisenbahn- und Verkehrspannen – und seien sie auch ganz unpolitischer Natur – erfährt die Masse der Bewohner der Sowjetzone nie, noch weniger solche über politische Entwicklungen. Als "Information" ist nur zugelassen, was dem Regime in den Augen seiner Herren dienlich ist. Wer sich wirklich über die Sowjetzone unterrichten will, muß also andere als die amtlichen Quellen suchen. Das heißt, daß alles, was über den inneren Zustand in der Sowjetzone bekannt wird, einen heimlichen Weg hinter sich hat. Die kommunistischen Zeitungen lassen wohl Rückschlüsse auf diese oder jene Schwierigkeiten zu, denen die Herrschaft der Funktionäre in der Sowjetzone auf Schritt und Tritt begegnet.