Als ich an jenem Morgen erwachte, stand die Sonne bereits hoch am Himmel, aber die Jalousien des Zimmerfensters waren noch heruntergelassen. Nur mit Mühe konnte ich meine Umgebung erkennen, und erst nach und, nach kam mir das Veränderte meiner Situation ins Bewußtsein...

Ich lag genau so in meinem Bett, wie ich es am Abend zuvor benutzt hatte; nur hatte ich ein Beil in der Stirn; aus der klaffenden Wunde war Blut geronnen, das, in Bächen und Rinnsalen über Hemd, Plumeau und Bettuch geflossen und hineingesickert, nun zu einer stumpfglänzenden Lache auf Bettvorleger und Parkett erstarrt war. Meine Hand hielt noch in der Erstarrung mit Daumen und Zeigefinger den gelumbeckten Band dort umklammert und fast geöffnet, wo der Dichter das letzte Wort für mich gesetzt hatte. Ich selbst schwebte als kleines blaues Gasflämmchen an der Zimmerdecke unmittelbar neben der Deckenbeleuchtung. Die Uhr im Nebenzimmer schlug elf. Die Straßengeräusche drangen nur noch gedämpft bis zu mir, sonst war alles still.