In Berlin spricht man nur von "der Zone". Denn es gibt auch für den Westberliner nur eine "Zone": die Sowjetzone. Alles, was "Westzone" heißt, ist auch dem Durchschnitts-Westberliner aus Geldgründen unerreichbar. Die Sowjetzone "umbrandet" als Rotes Meer die Insel Berlin.

Ich kam direkt aus London nach Berlin. Welcher Unterschied zwischen den beiden Weltstädten: Jenseits des Kanals die tatsächliche Insel, die keine mehr ist, die auch nach wie vor Opfer bringt für die künftige prosperity, welche man – beinahe abergläubisch – von einer neuen Queen-Regierung erwartet. Königinnen brachten England immer Glück. Alle Volksschichten blicken also hoffnungsfreudig auf die Queen. In Westberlin auch ein gemeinsamer Blick aller in eine Richtung: in die "Zone". Man blickt nicht nur, man starrt wie hypnotisiert dorthin. Und ist doch noch fähig, etwas zu tun für diese Zone und vielleicht damit für die Gesamtheit der Menschheit.