An einem politisch heißen Sommertage des Jahres 1948 erschienen der Amerikaner Bedell Smith, der Brite Frank Roberts und der Franzose Chataigneau im Moskauer Außenministerium. Sie hatten Noten ihrer Regierungen zum Berliner Blockadethema zu übergeben und um direkte Besprechungen mit Stalin zu bitten. Der wenig bekannte stellvertretende Außenminister Walerian Zorin empfing sie. Er überflog die Noten und erklärte, er sähe in ihnen weder eine Änderung des Standpunktes der Westmächte noch irgendeinen Anhaltspunkt dafür, daß sich eine Unterhaltung mit dem Regierungschef nutzbringend gestalten könnte. Mit der üblichen Versicherung, daß die Noten weitergeleitet würden, beendete er die Unterredung. Nur wenige Worte waren gewechselt worden.