Von unserer süddeutschen Redaktion

Die Hallertau und die anderen deutschen Hopfengebiete haben und hatten in den letzten Tagen Hochsaison. Nach einem Jahr, das wegen seiner anhaltenden Trockenheit und des Auftretens der Schädlinge viel von den Pflanzern verlangte, wurde dennoch eine in der Qualität hervorragende Ernte nach Hause gebracht, die allerdings nicht an die Rekord-Hektarerträge des Vorjahres heranreichen wird (Hopfenertragsschätzung 1952: 225 000 bis 240 000 Ztr. gegenüber 256 000 Ztr. 1951). Diese Tatsache im Verein mit dem höheren Bedarf der Brauereien, infolge des stark gesteigerten Bierkonsums während der Sommermonate sowie der jährlich größeren Beliebheit des deutschen Edelhopfens auf den Weltmärkten, läßt die Produzenten auf einen höheren Preis als im Vorjahr hoffen. Dieser Preis wird leider nicht, wie z. B. in England, von einem Gremium aus Vertretern der Produzenten des Handels und der Brauer "gemacht", zumal die Deutsche Hopfenverkehrsgesellschaft (DHVG) durch einen geschickten Schachzug des "ungekrönten Hopfenkönigs in der Hallertau", des Abgeordneten Piechl, die Vertreter des Handels und der Brauereien "ans Land setzte" ...