Das Verhältnis zwischen den drei westdeutschen Großmessen scheint wieder einmal gründlich durcheinander geraten zu sein. Eine Fülle von neuartigen "messepolitischen Konzeptionen" – vor allem aus Hannover – hat die Frage nach einer wirklich sinnvollen und volkswirtschaftlich optimalen Arbeitsteilung unter den Messen Frankfurts, Kölns und Hannovers erneut aufgeworfen.

Der Gedanke der Arbeitsteilung scheint vor allem in Kölns Messeleitung sehr beliebt an sein. Daß eine Arbeitsteilung zwischen den Großmessen einer kaum denkbaren Konzentration Leipziger Art vorzuziehen sei, wird in Köln immer wieder betont. Im übrigen ist die Kölner Messeleitung grundsätzlich von der Richtigkeit ihres "Fachmessen-Kurses" nach wie vor überzeugt, obwohl natürlich die Hannoverschen Porzellan-Ambitionen sowie die Frankfurter Ausbau-Absichten in Köln auch nicht gerade mit freudiger Zustimmung begrüßt werden konnten.