Das Börsengeschäft ist nunmehr in die alljährlich auftretende sommerliche Flaute geraten. Das Publikum ließ sich weder durch die Hoesch-Umstellung die besser sein soll als 1 : 2, noch durch die günstiger werdenden Meldungen aus der Wirtschaft in die Börsensäle zurücklocken, Allerdings hat die Verschiebung der längst fälligen Steuerreform eine nachhaltige Verstimmung hinterlassen, da man von ihr in Verbindung mit dem Kapitalmarktförderungsgesetz die Möglichkeit erhofft hat, endlich zu einer Neukapitalbildung zu kommen. Wenn trotz der herrschenden Geschäftslosigkeit die Kurse nur wenig nachgaben, so kann man getrost von einer freundlichen Tendenz sprechen, die trotz aller Schwächemomente erhalten blieb. Daß jedoch in den ruhigen Tagen ein kleines Angebot ungebührlich große Auswirkungen auf die Kurse haben kann, ist nicht weiter tragisch zu nehmen. Solche Verluste ergeben sich aus markttechnischen Gründen und erlauben keine Rückschlüsse auf den Status oder den Geschäftsgang der betroffenen Gesellschaft. Dies gilt insbesondere für folgende Papiere, die in der abgelaufenen Börsenwoche einen Rückschlag erlitten: Aschaffenburger Zollstoff Neugirosammelanteile (82 bis 70 vom Hundert), Breitenburger Cement (93 bis 82 v. H.), Atlaswerke (113 bis 104 v. H.), Dt. Waffen (40 bis 35 v. H.) und Jute Bremen (100 bis 90 v. H.). Im Gegensatz zu diesen Papieren konnten Feldmühle infolge ihres günstigen Abschlusses von 94 auf 101 v. H. anziehen.