Wir hörten:

Mehrmals am Tag ertönen in unseren Sendern die Olympia-Fanfaren: Bericht aus Helsinki. Und neun, zehn Reporter müssen dann beweisen, daß sie zu Recht für dieses Gemeinschaftsprogramm des westdeutschen Rundfunks ausgewählt wurden. Es gelang erst wenigen ganz, am besten wohl Gerd Krämer vom Süddeutschen Rundfunk. über 5000 Meter hielt er mit Zatopek glänzend Schritt, und in der letzten Runde riß seine Aufregung den Hörer einfach mit. In dieser Viertelstunde war "alles drin": jede wichtige Phase des Laufes, plastischer Eindruck vom Publikum und faire Würdigung des ausländischen Doppelsieges. So sollte es immer sein. Herbert Zimmermann (NWDR Hamburg) berichtete indes so von der Entscheidung der Männer über 200 Meter: "... kann sagen, daß ich mir diese Sache ruhig anschaue, obwohl es eine schnelle Angelegenheit ist." Begründung: "Weil kein Deutscher mehr im Rennen ist." Soweit Zimmermann und der olympische Geist! Rolf Wernicke (Frankfurt) verstand da seine Sache besser. – Als Ganzes muß man das bisherige Olympia-Programm positiv werten: es war reichhaltig, instruktiv und immer aktuell.