Rlt., Duisburg, Ende Juli

Der Chef der von den Alliierten geschaffenen deutschen Kohlenorganisation. Bergassessor Dr. h. c. Heinrich Kost, überraschte wieder einmal mit einem guten Vorschlag. Er benutzte die oHV der von ihm als Generaldirektor geleiteten Rheinpreußen AG für Bergbau und Chemie, Homberg, um ein neues sozialfortschrittliches Programm darzulegen. Die Aktionärversammlung dieses seit 1868 bestehenden, im wesentlichen der Familie Haniel gehörenden Bergwerkunternehmens, gab ihm ein gutes Echo auf den Vorschlag, für den Kumpel mit Nachdruck die Voraussetzungen für ein Wertpapiersparen zu schaffen. "Es ist Tradition bei Rheinpreußen, daß sich die bei uns beschäftigten Menschen geborgen fühlen. Aus diesen Überlegungen heraus haben wir die Schaffung von Eigenheimen mit Erfolg gefördert. Darüber hinaus muß aber nun die Möglichkeit geschaffen werden, für einzelne Gesellschaften wie für den gesamten Bergbau ein Wertpapiersparen für alle Belegschaftsmitglieder einzuführen. Das Risiko soll dabei für den einzelnen Wertpapierbesitzer derartiger Spareinlagen eingeschränkt sein. Ihm müssen aber alle Vorteile des Wertpapierbesitzes gegeben werden."