Unter dem Namen "Kongreß freier Völker" fand in Düsseldorf eine Veranstaltung statt, auf der die gegensätzlichen Haltungen der in der Sowjetunion zusammenlebenden Völker und ihrer im Westen existierenden Emigrationen deutlich zum Ausdruck kamen. Als Vertreter der nichtrussischen Völker verlangte der ukrainische Professor W. Kosarenko-Kosarewitsch, New York, daß jedes Volk auf seinem eigenen Heimatboden das gleiche Recht auf Unabhängigkeit und Freiheit haben müsse und daß das russische Volk sich nicht in den Dienst des russischen Imperialismus stellen, also auch in der Emigration die Ganzheit des östlichen Imperiums vertreten dürfe, weil das die Verewigung der Unfreiheit der anderen Ostvölker bedeute. Dagegen forderten die Russen auf dem Kongreß, vertreten durch den Führer der NTS-Gruppe (Verband der nationalen Werktätigen, der sich auch russische Solidaristen und Wlassowisten nennt), Professor Boldyreff aus Washington, daß zuerst eine Kampffront und die Einheit aller Ostvölker hergestellt werden müsse, während die Frage der Freiheit der einzelnen Völker erst nach dem Sieg des Westens durch Plebiszite geregelt werden solle.