Im Jahre 1938 entfiel auf den Kopf der französischen Bevölkerung ein Weinverbrauch von jährlich 181 Litern, während die entsprechend vertilgten Bierquantitäten nur 20,6 Liter betragen. Im Jahre 1949 war der "Kopfverbrauch" an Tisch-und Flaschenweinen auf 126 Literzurückgegangen, der Bierverbrauch dagegen auf 38,4 Liter gestiegen. In den letzten beiden Jahren 1950 und 1951 ist der Weinkonsum erneut gestiegen. Insbesondere hat nach Aufhebung verschiedener Gesetze, die während des Krieges die Herstellung "tonischer Weine" und stark alkoholhaltiger Apéritifs einschränkten, der Gesamtverbrauch an Alkohol pro Kopf der Bevölkerung wieder zugenommen. Nichts ist aber irreführender als die Behauptung, die langsame Wiederzunahme des Alkoholverbrauchs und insbesondere der Mehrkonsum an Wein untergrabe die französische Volksgesundheit. Der Geburtenüberschuß des Landes steigt seit 1946 von Jahr zu Jahr, seine Kinder sind gesund.