In der abgelaufenen Börsenwoche war eine leichte Tendenzänderung unverkenbar. Seit langer Zeit standen in den Auftragsbüchern der Banken wieder mehr Kauf- als Verkaufsorder. Demnach hat es den Anschein, als ob es der Kundschaft endlich zum Bewußtsein gekommen ist, daß die Abgabe ihrer Papiere zu den augenblicklichen Kursen einem "Verschenken" nahe kommt. Wenn sich auch die Umsätze noch nicht spürbar gehoben haben, so ist man in den Börsenbüros doch schon über die Stirnmungsänderung sehr froh, die übrigens im Westen stärker ist als im Norden. Die Diskussionen um das Kapitalmarktgesetz haben die Stimmung merklich aufgelockert. Man ist sich zwar darüber im klaren, daß es mit den positiven Auswirkungen dieses Gesetzes noch viel Zeit haben wird; die Tatsache jedoch, daß die gesetzgeberischen Instanzen sich endlich "um die Dinge kümmern", hat Hoffnungen ausgelöst.