Wer die heutige Bedeutung des Port Autonome de Strasbourg – eines 1924 mit selbständiger Verwaltung und Finanzgebarung dotierten öffentlichen Unternehmens – ermessen will, muß die Geschichte dieses Rheinhafens bis zum Jahre 1871 zurückverfolgen. In der 43jährigen Periode des Friedens, die dem Elsaß in der damaligen Zeit gesichert war, und deren wirtschaftsbefruchtende Auswirkungen auch heute noch, ungeachtet aller politischen Ressentiments, anerkannt werden, stand die Schiffahrt auf dem Oberrhein im Zeichen der einseitigen Begünstigung, die Deutschland damals dem verhältnismäßig noch jungen Mannheimer Rheinhafen gewährte. Nur mit Mühe konnte das Elsaß die Regulierung des Oberrheins stromaufwärts bis Straßburg durchsetzen. Der Konkurrenzkampf zwischen der badischen und der elsässischen Rhein Schiffahrt lähmte damals nicht nur die weitere organische Entwicklung des Straßburger Hafens, sondern die der gesamten Rheinschiffahrt von Ruhrort bis hinauf nach Basel.