Auch in der Sowjetunion werden die Aussichten der Anwärter auf das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten aufmerksam verfolgt, obwohl es nach der Auffassung der "Prawda" ziemlich gleichgültig ist, ob ein republikanischer oder ein demokratischer Präsident gewählt wird, da jeder Kandidat doch nur ein Instrument der "kapitalistischen Bosse" sein würde. Schon jetzt, behauptet das Blatt, hatten sich einflußreiche Kreise der Republikaner und der Demokraten auf General Eisenhower geeinigt, um unter ihm den aggressiven Kurs in vollem Umfang fortsetzen zu können. Ein starker Rivale Eisenhowers sei jedoch der Senator Robert A. Taft, der "es geschickt versteht, die plötzliche Wandlung seines Konkurrenten als einen Beweis für seinen Mangel an Aufrichtigkeit auszunutzen". Präsident Truman habe seine eigene Kandidatur nur in der Erwartung eines Sieges von Eisenhower zurückgezogen. Sollte aber Mr. Taft in Chicago zum republikanischen Präsidentschaftskandidaten gewählt werden, so könne es geschehen, daß Mr. Truman sich doch noch entschließt, die Kandidatur der demokratischen Partei anzunehmen.