Von Pierre Emmanuel

Das Drama des modernen Menschen ist die Agonie der Freiheit. Nachdem der Mensch die Pforte zum Unsichtbaren vermauert hat, ist für ihn die Welt des Sichtbaren so eng geworden, daß die Gattung Mensch darin an Claustrophobie zu ersticken scheint. Ich spreche hier nicht von der täglichen Sklaverei, die uns die Technik auferlegt, auch nicht von den Methoden der politischen Knechtschaft, deren Ziel es ist, die Menschen festzulegen, und ihre Bewegungen auf unvermeidliche Gesten zu beschränken, auf Reflexe, bei denen das Gewissen ausgeschaltet wird. Gibt es überhaupt noch Abenteuer, seien es religiöse, intellektuelle oder gar die des Forschungsreisenden? Oder ist der Mensch dabei, sich auf eine endgültige Form festzulegen, die ihn versteinern wird wie andere Gattungen vor ihm?