Die Weinstöcke, die auf dem Kreideboden der Champagne gedeihen, tragen kleine, schüttere Beeren mit wenig Kernen. Die Champagnertraube gibt so bei geringem Ertrag ein Produkt von auserlesener Güte. Die französische Champagnerfabrikation bedingt nicht nur die wohlerwogene Verwendung jahrhundertelanger, technischer Erfahrungen, sondern eine über das Maß des Gewöhnlichen hinausgehende, manuelle Sorgfalt. Die großen Marken werden traditionell aus einem Gemisch von drei berühmten Rebarten gekeltert. Die Extra-Qualität französischen Champagners ergibt sich aber letzten Endes aus den natürlichen Wachstumsbedingungen in einem, trotz seiner nördlichen Lage, von der Sonne Frankreichs besonders bevorzugten Reblande. Gleich, ob es sich nun um Naturchampagner oder jenen, nach monatelangem Gären, Keltern, Rütteln und nach jahrelangem Lagern mit dem Flaschenhals nach unten versandreif gewordenen Schaumwein handelt, der durch Zusätze von Zuckerlösungen in "Demi-sec", "See", "Extra-sec" oder "Brut" gewandelt wird ... der Champagner ist der einzige französische Wein, den man zu jeder auch noch so ausgeklügelt variierten. Speisenfolge trinken kann, ohne Marke und Art zu wechseln. Im Champagner-diner erklimmt der Geist den Gipfel der französischen Gastronomie.