Am 20. Mai hat die französische Nationalversammlung die Gesetze verabschiedet, die es der Regierung Pinay erlauben, eine an den Goldkurs geknüpfte Anleihe aufzulegen – zu so günstigen Bedingungen für die Zeichner, wie sie die Finanzgeschichte wohl keines Landes je gekannt hat. Im allgemeinen braucht die Regierung nicht die Genehmigung des Parlaments, wenn sie eine Anleihe aufnimmt; die besonderen Modalitäten der Goldanleihe Pinays aber erforderten die Abänderung einiger Gesetze. Denn die neue Anleihe ist nicht nur an den Goldkurs geknüpft; ihre Titel sind auch steuerfrei und unpfändbar. Ferner hat sich der Staat jedes Rechtes begeben, sie vor dem 1. Juni 1960 zu konvertieren. Die Anleihe ist im Laufe von 30 Jahren zu tilgen und die Anteile sind, je nach dem Wunsch des einzelnen Zeichners, auf den Namen oder auch auf den Besitzer ausgestellt.