Von Jean-Marie Carré

Es ist nicht schwer zu zeigen, daß die meisten französischen Schriftsteller – die Männer also, welche die öffentliche Meinung formen – im Laufe des neunzehnten und in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts Deutschland besonders wohlgesinnt waren. Ich selbst habe schließlich in einem Buche, das ich nach der Befreiung Frankreichs veröffentlichte (Les ecrivains français et le mirage allemand, Verlag Boivin, Paris, 1947), die französischen Autoren beschuldigt, daß sie wie geblendet auf Deutschland sehen. Heute will ich jedoch von ihren guten Absichten sprechen, von ihrem unerschütterlich guten Willen. Denn es ist ja die Zeit, eine Annäherung zu versuchen. Wieder einmal! Aber bringen wir die Probleme nicht durcheinander!