1813 erschien Madame de Staëls "De Allemagne", das erste französische Buch, das sich die Aufgabe stellte, deutsche Kultur den Franzosen nahezubringen. Es bestimmte für lange Zeit das französische Denken über Deutschland. Comtesse Jean de Pange, eine Urenkelin der Madame de Staël, selbst eine namhafte Forscherin, stellt uns unveröffentlichte Aufzeichnungen für dieses Buch zur Verfügung und schreibt dazu:

Das Buch "De l’Allemagne", das mit Recht als die Bibel der französischen Romantiker bezeichnet wurde, war eines der größten Ereignisse im Geistesleben des 19. Jahrhunderts. Es mußte überraschen, daß sich bis heute niemand darangemacht hat, die Handschriften und Varianten durchzusehen. Die Dokumente, die sich im Schloß Coppet am Genfer See befinden, konnten aber an Ort und Stelle nicht eingesehen werden. Erst seit kurzem ist es möglich, die drei Niederschriften nach ihrer Übertragung auf Mikrofilm zu studieren. Es zeigte sich, daß zahlreiche Seiten, ja ganze Kapitel, nicht veröffentlicht sind.