Kapital kann durch Wechsel nicht ersetzt werden, sobald der Markt einmal anders läuft als erwartet. Wechsel können auch in einem Konzern Kapital nicht ersetzen. Das trifft im allgemeinen zu, und – wie es scheint – auch im Falle der Phrix. Konzernfinanzierung ist etwas ganz anderes als die Finanzierung eines einzelnen Unternehmens. Hier bleiben Schulden nämlich Schulden. Beim Konzern aber kann man eine Verpflichtung in eine Forderung verwandeln und darauf Geld aufnehmen. – In diesem Sinne etwa äußerte sich während seines bekannten Prozesses, der nach 20 Monaten ausgesetzt werden mußte, der frühere Finanzdirektor der Phrix AG, Dr. Adolf Grom. Diese Technik scheint nicht unbekannt geblieben zu sein. Wer jedenfalls versucht, die Phrixgruppe in ihre Bestandteile und Abhängigkeiten zu zerpflücken, trifft immer wieder auf Grenzen, die aus der Umdisposition von Verpflichtungen in Forderungen hervorgerufen sein müssen und nur von der Phrix-Leitung aufgeklärt werden können, nicht von Banken, Aufsichtsräten oder Teilbetrieben. Die Phrix-Leitung aber schweigt.