Das Ende des zweiten Weltkrieges hat die unter dem geographischen Begriff Ostbayern zusammengefaßten Regierungsbezirke Niederbayern, Oberpfalz und Oberfranken in eine "Totwinkellage" versetzt, die sich auf die wirtschaftliche und industrielle Entwicklung dieses Grenzgebietes immer bedrohlicher auswirkt. Die Verkehrsferne, die Entlegenheit der wenigen grenznahen Industriestandorte und die weiten Frachtwege, über die Roh-, Fertigprodukte und vor allem Kohle geleitet werden müssen, haben eine Isolierung und Verkümmerung der Grenzlandindustrien zur Folge, die verhängnisvolle Formen annimmt. Bundestag und Bayerischer Landtag befassen sich, periodisch mit Denkschriften und Vorschlägen, die nach Auffassung ihrer Urheber geeignet erscheinen, Ostbayern aus seiner wirtschaftlichen Abschnürung herauszuführen. Frachterleichterungen wurden erreicht und werden weiterhin angestrebt. Sie beziehen sich auf die Umwegsentfernungen, wo die Transporte um die vorspringenden Grenzen der Sowjetzone herumgeführt werden müssen. Darüber hinaus soll die Bundesregierung einen Osthilfe-Ausgleichsfonds zur Verfügung stellen, dessen Beträge die Wettbewerbsfähigkeit der ostbayerischen Wirtschaft und Industrie sicherstellen sollen.