An der Ecke einer bunten bayrischen Sommerwiese, wo ein Waldweg abzweigt, stand eine hölzerne Tafel: "Jugendanstalt der Justiz." Der Art der Beschriftung nach hätte es auch "Jugendherberge" heißen können. Am Ende des Wäldwegs jugendliche Stimmen. Gruppen von Jungen arbeiteten auf den Feldern. Andere hüteten Schafe und Ziegen. Der Weg führte zu einem Gebäude, das Ähnlichkeit mit einem Landerziehungsheim zu haben schien. – "O nein", sagte jedoch der Hausherr, "als bloßes Erziehungsheim ist Laufen nicht gedacht. Jeder der 135 Jungen hier hat etwas ‚ausgefressen‘. Daß sie rechtskräftig .verurteilte Sträflinge sind, soll nicht wegdisputiert werden. Aber sie werden ohne Gehässigkeit behandelt."