Zur gleichen Zeit als das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe zusammentrat, um über die Feststellungsklage der SPD zum Wehrbeitrag zu verhandeln, begann der außenpolitische Ausschuß des amerikanischen Senats mit der Erörterung des Deutschlandvertrages und des Protokolls zum Nordatlantikpakt, das die Nato-Garantien auf die Mitglieder der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft ausdehnt. Während aber in Washington einer der Führer der Opposition, der republikanische Senator Alexander Wiley erklärte, daß seine Partei wegen ihres besonderen Verständnisses für das deutsche Problem gemeinsam mit den Demokraten für die Ratifizierung des Deutschlandvertrages stimmen werde, warnte der Führer der deutschen sozialdemokratischen Opposition, Dr. Kurt Schumacher, wieder einmal nachdrücklich vor einer Ratifizierung und kündigte für den Fall einer solchen an, daß die Opposition "dann alle Kräfte für eine Revision anspannen werde". Davor warnte wiederum Senator Wiley als er in seiner Rede vor dem auswärtigen Ausschuß sagte; "Wenn die sozialistischen Kräfte Schumachers an die Macht gelangen, dann werden wir uns großen Problemen gegenübersehen, die die gesamte Basis der westlichen Allianz gefährden."