Das nahende wirtschaftliche Tief erzeugte im Stuttgarter Versteigerungssaal eine zurückhaltende Stimmung. Der internarionaile Handel hatte nur einige Beobachter entsandt, die sich die bedeutende Toulouse Serie nicht unnötig verteuerten. Die "Elles" Mappe kostete 10 500 Mark; der "Engländer im Moulin Rouge", ein frühes farbiges Blatt, 2700 Mark; die "Lender", farbig, 2800 Mark; der "Jockey", einfarbig, 1100 Mark. Erst als zwei deutsche und ein amerikanischer Sammler gegen den internationalen Handel anboten, zeigte sich, daß trotz der Flaute die Tendenz der Preise für Toulouse weiter steigend Ist. Die "Goulue", farbig, kletterte von 1500 auf 5300 Mark, die "Clownesse au Moulin Rouge" bei einer Taxe von 4500 Mark auf 7900; "Blanche et Noire", eine Weiße und eine Negerin darstellend und so das amerikanische Rasseproblem streifend, gar auf 4700 Mark, für eine einfarbige Lithographie ein erstaunlicher Preis Ähnlich lebhaft waren die Gebote nur bei Constantin Guys, dessen Aquarelle ebenfalls die Pariser Halbwelt, dreißig Jahre früher, darstellen und von den Amerikanern offenbar auch als "Souvenir de Paris" gesammelt werden (620 bis 1810 Mark). Begehrt waren die farbigen 1 Lithos von Vuillard und der selige Dadaist Kurt Schwittiers hatte für seine Klebebilder geradezu eine Hausse zu verzeichnen (bis 410 Mark); er scheint in New York Mode zu werden, da es dort an "moderner Ware" fehlt.