Nachdem sich sehr schnell herausstellte, daß diese Überzentralisierung, die aus naheliegenden Gründen zur Garantierung der deutschen Reparationskohlelieferungen angewandt wurde, nicht den deutschen Interessen entsprach, war es der Bergbau, der von sich aus eine Auflockerung der Absatzorganisation entschieden vorantrieb. So wurden nach langwierigen Verhandlungen mit den alliierten Kontrollorganen am 1. Januar 1950 der Rheinische Braunkohlenbrikett-Verkauf und der Helmstedter Braunkohlen-Verkauf geschaffen und ab 1. April 1950 der Aachener Steinkohlen-Verkauf sowie am 1. August 1950 der Niedersächsische Steinkohlen-Verkauf. Ferner wurden weitere selbständige Revierverkaufsgesellschaften geschaffen, und zwar in Hessen und Bayern. Die Ruhrzechen schlossen sich freiwillig zum Ruhrkohlenverkauf zusammen; diese Verkaufsgemeinschaft trat jedoch nicht in Wirksamkeit, weil ihr die alliierte Zustimmung verweigert wurde. Die Ruhrkohle wurde von einer Organisation abgesetzt, die den Namen "Deutscher Kohlenverkauf trug. Der DKV – organisatorisch mit der DKBL verbunden – war gleichzeitig Koordinierungsorgan für die Sorten- und verbraucherrichtige Steuerung der Produktion der einzelnen selbständig verkaufenden Erzeugungsgebiete.