Essen besteht als moderne Einkaufsstadt schon seit langem, weil seine Verkehrsverhältnisse, seine Verkehrslage, sein Verkehrsraum einzigartig sind. Die Beobachtung eines Verkehrsfachmannes, daß im Ruhrgebiet "alle Wege nach Essen führen", ist richtig. Essen hat 34 Bahnhöfe, über ein Dutzend große Bus- und Straßenbahnlinien; es wird von zwei internationalen Bahnlinien durchschnitten, deren südliche, den Hauptbahnhof treffend, zugleich Grenze der eigentlichen City ist. Die City, in räumlicher Enge zwischen Bahnlinien im Süden und Norden, zwischen dem riesigen Werkareal von Krupp, zwischen Zechen und Fabriken im Osten und Westen zusammengepreßt, ist das Herz, in dem die Adern dieses dichtesten deutschen, vielleicht europäischen Verkehrsnetzes ihren Mittelpunkt haben. Der Herzschlag des Verkehrs pumpt tagaus, tagein die Millionen im Rhythmus von Morgen und Abend in die Metropole des Ruhrgebiets. Neben den Rohstoffen Kohle und Eisen wurde die Verkehrslage zum Schicksal der größten Stadt des Ruhrgebiets und seines Einzelhandels.