In dem Zirkus, den Stalin in Frankreich unterhält, hat Jacques Duclos die Rolle des Clowns übernommen. Als er am Abend des 28. Mai, an dem er die mit langen Stahlknüppeln eines einheitlichen Modells bewaffneten kommunistischen Stoßtrupps gegen die Absperrungen der Pariser Polizei und Republikanischen Garde gelenkt hatte, in seinem schwarzen Hotchkiss verhaftet wurde, fand man in dem Wagen nicht nur einen Ultra-Kurzwellen-Empfänger, mit dem er die Einsatzkommandos der Polizeipräfektur abhörte, sowie einen Gummiknüppel und eine 7,35-mm-Pistole "Walther" deutschen Fabrikats, sondern auch, in eine Wolldecke eingewickelt, zwei tote, aber noch warme Tauben. Waren es Friedenstauben à la Picasso, die der Propagandist der "Partisanen des Friedens" gegen den "Pest- und Mikrobengeneral Ridgway" aufsteigen lassen wollte, gegen dessen Versetzung von der Front des heißen Krieges in Korea an die Front des kalten Krieges in Europa die friedliebende Bevölkerung von Paris mobilisiert werden sollte? Oder waren es gar Meldetauben, die den auf ein Dutzend Punkte der Stadt verteilten Stoßtrupps das Signal zum Angriff geben sollten? Zu beidem waren sie nicht mehr zu gebrauchen, sie schienen in der Decke erstickt zu sein. Vom Untersuchungsrichter über die Verwendung der Vögel befragt, antwortete der kleine dickwanstige Mann mit seinem legendären Grinsen, das seine vielen Goldplomben sehen ließ: "Ich wollte sie braten und mit jungen Erbsen zum Abend essen." Brattauben und Gummiknüppel...