Von unserem österreichischen Korrespondenten

H. M. W. Wien, Ende Mai

Aus den Dokumenten, die Belgrad über seine Beziehungen zur Sowjetunion veröffentlich hat, geht hervor, daß damals bei der beginnenden Auseinandersetzung, Titos Gebietsansprüche gegenüber Österreich eine gewisse Rolle gespielt haben. Es scheint, daß Tito seine, ursprünglich auch Vilach und Klagenfurt einschließenden Forderungen schließlich auf das Gebiet Lavamünd-Schwabegg reduziert hat, ohne hierzu vom Kreml autorisiert zu sein. Das Außenkommissariat der UdSSR reagierte auf diese Selbständigkeit, indem es die jugoslawischen Forderungen überhaupt fallen lief.