Eine solche Klärung wäre ohne Schaden für die Sache allenfalls dann zu entbehren, wenn die Bundesregierung darauf verzichtet, das Tempo der gesetzgeberischen Arbeit in diesem Falle zu beschleunigen. Bisher ist nur gerüchtweise verlautet, daß der Entwurf noch vor den Parlamentsferien durchgebracht werden soll. Das wäre aus vielen Gründen unverständlich, nicht zuletzt deshalb, weil es kaum anders zu rechtfertigen wäre als mit der Begründung, daß die durch den Generalvertrag übernommenen politischen Verpflichtungen es verlangten. Gerade diese Begründung sollte aber unter allen Umständen vermieden werden, damit die innere Autorität eines für das Wirtschaftsleben so fundamentalen Gesetzes nicht durch das Odium belastet wird, daß die im Augenblick vielleicht unerläßliche Rücksicht auf die rein politische Machtsituation seinen Inhalt mitbestimmt hätte. Es ist sinnvoll, bereits, beim Bau von strategischen Brücken Sprengkammern vorzusehen, weil es in ihrem Wesen liegt, daß mit der Möglichkeit der freiwilligen Zerstörung gerechnet werden muß. Die verfassungsmäßige Ordnung, die die Normen unseres Wirtschaftslebens für lange Zeit bestimmen soll, sollte nicht mutwillig Sprengstoffe in ihre Grundmauern aufnehmen, zumal das Ende der Lunte einmal in falsche Hände kommen könnte.