Der Vermittlungsausschuß ist angerufen worden; er wird dieser Tage zu entscheiden haben, ob, nach dem Willen des Bundes, künftig 40 v. H. des Aufkommens an Einkommen- und Körperschaftsteuer von den Ländern abzugeben sind, oder ob es bei der bisherigen Quote von 27 v. H. bleibt, wie die Mehrheit im Bundesrat beschlossen hat. Mit ausgezeichneten, scharf geschliffenen Argumenten hat nun der Bundesfinanzminister seinen Standpunkt gegenüber den Wünschen der Bundesratsmehrheit dargelegt; seine "Stellungnahme" zerpflückt die "Begründung", die dem Vermittlungsausschuß von Seiten des Bundesrats vorgelegt worden ist. Da wird nachgewiesen, daß im letzten – Finanzjahr (also 1951) die Länder in ihrer Gesamtheit brutto 2,22 Milliarden und "netto" 961 Millionen mehr verfüglich hatten, so daß sie ihre Investitionen erhöhen konnten: von 1,14 Milliarden (1950) nämlich auf 2,10 Milliarden.