Das Vertragswerk zwischen den drei festmachten und der Bundesrepublik – der Generalvertrag also und der Vertrag über die europäische Verteidigungsgemeinschaft mit allen Anhängen und Zusatzverträgen – ist von den Außenministern der beteiligten Länder unterzeichnet worden. Dadurch haben sich zwar die Regierungen verpflichtet, die Verträge müssen aber noch von den Parlamenten ratifiziert werden, und erst dann werden sie in Kraft treten. Im Ganzen sind nicht weniger als 37 Ratifizierungs-Akte in den Hauptstädten der beteiligten Staaten von Washington bis Ankara und von Reykjavik bis Athen erforderlich, damit alle Verträge in Kraft treten können. Acht Monate lang verhandelte Bundeskanzler Dr. Adenauer mit den Hohen Kommissaren der drei Westmächte, bis der Deutschlandvertrag unterschrifsreif war, und die doppelte Zeit benötigten die Regierungen der an der EVG beteiligten Länder, um sich über den Vertragstext zu einigen.