"Geistig und friedliebend" – Ein kurioses Museum wurde in Leipzig eröffnet

Die Erfindungsgabe der sowjetdeutschen Kulturpolizisten zeigt sich neuerdings durch ein kurioses Museum in Leipzig, der größten Stadt der Sowjetzone. Das mächtige Gebäude des Deutschen Reichsgerichts wurde als "Dimitroff-Museum" zur größten Gemäldesammlung Mitteldeutschlands, nachdem die Dresdner Galerie mit rund 2200 Bildern im Schätzwerte von weit mehr als einer Milliarde Dollar nach der Sowjetunion "verlagert" worden ist.

Im Erdgeschoß des ehemaligen Reichsgerichts wurden die Säle durchbrochen, so daß eine zusammenhängende Galerie entstand, auch die schön getäfelten Verhandlungsräume wurden einbezogen. Man sieht dort eine Cranach-Sammlung, Max Klingers "Beethoven" und Böcklins "Frühlingshymne" und "Toteninsel". Ferner befinden sich dort Werke von Corinth, Leibl, Liebermann, Lenbach, Schwind, Caspar David Friedrich und Menzel.