Der Bundestag hat die Investitionshilfe der Bundesregierung abgelehnt. Durch eine Selbsthilfeaktion der deutschen Wirtschaft wollte dieses Gesetz aus der unter Kohle und Eisenmangel leidenden Konsumgüterindustrie eine Milliarde DM aufbringen, um neue Schächte im Kohlerevier und den Wiederaufbau der demontierten Anlagen in der Eisenindustrie finanzieren zu können. In verhältnismäßig kurzer Zeit hätte dieser Plan zu einer Steigerung der Kohle- und Eisenerzeugung geführt, und damit auch in der Konsumgüterindustrie den Weg zu einer neuen Produktionssteigerung frei gemacht. Mit weniger Aufwand als an irgendeiner Stelle unserer Volkswirtschaft wären Arbeitsplätze für höchstbezahlte Industriearbeiter geschaffen worden. Was aber geschah? Die Behandlung des Gesetzes im Bundestag mußte schon nach der Abstimmung über den ersten Paragraphen vom Kabinett als nutzlos abgebrochen werden. Und die oppositionelle Sozialdemokratie konnte, dank der Unterstützung durch mehrere Abgeordnete der Regierungsparteien als Siegerin den Saal verlassen.