Die mittelalterlichen Alchimisten glaubten, daß alle Stoffe nur verschiedene Modifikationen der einen Urmaterie, der materia prima, seien. In der Transmutation sollte die schwarze Kunst die Urmaterie aus dem unedlen Zustand, etwa als Quecksilber, in den edlen Zustand des Goldes wandeln. Das neunzehnte Jahrhundert erklärte die Alchimisten für Narren und Phantasten. Denn die moderne Chemie stellte fest, daß es nicht eine Art von Materie, sondern eine ganze Reihe verschiedener Grundstoffe gäbe, die sich nicht ineinander verwandeln ließen. Um 1900 kannte sie 84 Elemente.