Das Investitionshilfegesetz hat vor seiner letzten Beratungsphase einen neuen Abschnitt erhalten, mit dessen Aufnahme in ein der Fremdfinanzierung dienendes Gesetz ein höchst interessanter Beitrag zum Kapitel Selbstfinanzierung – Fremdfinanzierung geliefert wird, das in diesem Jahr ja ein besonders umstrittener Punkt der steuerpolitischen Diskussion war. Die Vorgeschichte ist einfach. Was den Vätern der Investitionshilfe, dem Gemeinschaftsausschuß der deutschen Gewerblichen Wirtschaft, im Beginn ihres gewiß konstruktiven Planes vielleicht noch nicht so ganz klar war, hat sich im Laufe der Debatte als offenbar unumstößlich herausgestellt: daß nämlich die Investitionshilfe länger als ein Jahr nicht laufen kann. Es ist sichtbar geworden, daß die durch die Investitionshilfe zu den Grundstoffindustrien hin zu bewegende Milliarde für die Finanzierung der vordringlichsten Investitionsprogramme nur den Motor anwerfen dürfte, daß aber laufender Kraftstoff aus der Investitionshilfe als Dauereinrichtung nicht kommen kann und soll. Die langen und gründlichen Diskussionen um die Investitionshilfe haben es klargemacht, daß eine Anhebung der gestoppten Grundstoffpreise unerläßlich ist, wenn die großen Investitioinsprojekte mit dem Ziel einer optimalen Steigerung der Kohlenförderung und Stahlerzeugung so durchgeführt werden sollen, daß die Rentabilität dieser Industrien verbessert wird. Was die meisten anderen Industrien, insbesondere die Fertigwarenindustrie, seit der Währungsreform betrieben haben, nämlich die Finanzierung über den Preis, soll nunmehr endlich auch den Grundstoffindustrien gestattet werden. Das ist aber nur der Auftakt zur Selbstfinanzierung.