Zweimal hat Deutschlands Eishockey-Mannschaft vor einigen Tagen verloren: mit 1:15 und 5:8 gegen Schweden. Und es zeigte sich: nach langen Jahren ohne internationale Begegnungen ist das deutsche Eishockey noch nicht wieder konkurrenzfähig. Aber kommt es nicht bei diesem Sport, noch mehr als bei anderen, darauf an, daß er betrieben wird und weniger, ob man nun gewinnt oder verliert...?

Als vor vielen Jahren mit einer Wiener Eishockeymannschaft der Kanadier Blake Watson nach Berlin kam, bezauberte er die Besucher des Sportpalastes durch sein herrliches Spiel. Watson war mit einem Schlage ein Begriff geworden, Hervorragende Schnelligkeit, katzenartige Gewandtheit, fabelhafte Schußsicherheit, in Taktik und Technik unerreicht. Er war der Beherrscher des Spiels, der König auf dem Eise, und wenn er tief geduckt die kleine Scheibe von dem einen Ende der Bahn zu dem anderen hinüberdribbelte, durch keinen Gegenspieler sich beirren ließ, alle Klippen schlau umschiffte – dann tobte der Sportpalast von der Tribüne bis zur Galerie. Ich glaube, Blake Watson mit seinem Spiel hat. in Berlin den Grund zu der großen Popularität des Eishockeys gelegt.