Jede Diskussion in Deutschland über die Gründung von Auslandsniederlassungen hat den Nachteil, daß wenig bekannt ist, wie das Ausland auf deutsche Wünsche reagiert, Niederlassungen im Ausland zu gründen. Theoretisch kommen rund achtzig Länder oder selbständige Verwaltungsgebiete für deutsche Niederlassungen in Frage. Aber nur in zwanzig Hauptstädten sind wir offiziell vertreten. Kategorische Forderungen in dem Stil: das Ausland muß deutsche Niederlassungen zulassen, entsprechen nicht den verwickelten diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen. Denn noch sind wir nicht souverän. Und noch müssen selbst Länder, die uns gern die Niederlassung einräumen würden, vorsichtig sein, um nicht andere Partner vor den Kopf zu stoßen. Räumt z. B. ein Land, das mit Bonn und Pankow Handel treibt, Bonn Niederlassungen ein, muß es dann Pankow auch Niederlassungen geben? Dieses Land habe ferner Ambitionen zum Atlantikpakt. Es muß sich also mit Mitgliedern dieses Bereiches „gut“ stellen. Andererseits will es Deutschland – auch über Niederlassungen – die erste Rolle in seinem Außenhandel einräumen. erste soll es verärgern? Ist es für dieses Land nicht richtiger, offiziell eine Niederlassung nicht beim Namen zu nennen, sondern unter anderem Titel einfach und praktisch Deutsche zuzulassen, ohne daß der rechtliche Status „bis zu Ende“ geklärt ist?