Der Vorsitzer des ESSO-Vorstandes, Gerhard Geyer, begeht soeben das Jubiläum seiner 25 jährigen Firmenzugehörigkeit.

Der Mann, der heute das deutsche Unternehmen der amerikanischen Weltfirma ESSO leitet, ist in Augsburg, wo sein Vater Direktor des Anna-Gymnasiums war, aufgewachsen, in einem Hause, in dem man die Literatur, die Künste liebte, in einer Umwelt, in der die humanistischen und religiösen Prinzipien unangetastet waren. Anno 1914 hat Gerhard Geyer dann feststellen müssen, daß sein in sehr jungen Jahren bestandenes Abitur die Reifeprüfung für die Front bedeutete. Vier Jahre Krieg. Geyer wurde Offizier und wollte es bleiben. Im letzten Kriegsjahr, vor "Toresschluß", wurde er verwundet und gefangen. Als er 1920 zurückkam – ein Spätheimkehrer – war die Welt verändert. Geyer war in der gleichen. Lage, in der auch nach dem zweiten Weltkrieg viele junge, gewesene Offiziere waren. Er trennte sich von den alten Berufsvorstellungen und trat in den Dienst verschiedener Firmen. Nachdem er einige Jahre als Vertreter eines deutschen Unternehmens auf dem Balkan gearbeitet hatte, führte ihn der Zufall 1926 zur "Deutsch-Amerikanischen Petroleum-Gesellschaft", die heute den gleichen Namen wie die amerikanische Muttergesellschaft und wie alle internationalen Schwesterngesellschaften trägt: ESSO.