Walther Eidlitz: Bhakta. Eine indische Odyssee (Claassen Verlag. Hamburg, 260 S., Leinen 10,50 DM).

Die innere Heimat- und Ruhelosigkeit des europäischen Menschen ist in alle Lebensbereiche eingebrochen und hinterläßt überall tiefe Spuren. Walther Eidiitz, ein Odysseus unserer Tage, Lyriker, Dramatiker und Reiseschriftsteller, ist diesen Erscheinungen nachgegangen. Weite Reisen, besonders nach Asien und Amerika, führten ihn immer mehr zu der Überzeugung, daß eine neue Entwicklung des Christentums kommen werde, eine universale Versöhnung. Sein soeben erschienenes Buch "Bhakta" ist die äußere und innere Geschichte einer Wanderung, einer Reise mitten durch die Klippen, die die Menschen voneinander und von sich selbst fernhalten. Innerlich wund und zerrissen und äußerlich bedroht, verläßt er 1938 sein heimatliches Wien. Alles, was sein Leben bis dahin bestimmt hatte, streift er ab, die Freunde und die Familie, die Wissenschaft und die Kultur, die Kritik und die Aktualität. In Indien wird er Schüler eines alten und weisen Brahmanen.